Historische Kommission zu Berlin

13. November 2012 — Hedwig Porschütz als »Stille Heldin« mit einer Gedenktafel geehrt — Feurigstraße 43, 10827 Berlin

»In der Feurigstraße 43, in Schöneberg, hat Hedwig Porschütz nach dem Krieg gelebt, nachdem das Wohnhaus am Alexanderplatz, in dem sie den verfolgten Juden einen Unterschlupf bot, den Kriegszerstörungen zum Opfer gefallen war. Von hier aus musste sie vergeblich mit staatlichen Stellen um ihre Anerkennung als Widerständlerin streiten. [...] Es war keineswegs vorrangig das gehobene Bildungsbürgertum, das sich von den Schreckenstaten der Nazis abwandte, um sich in »christlicher Nächstenliebe« den bedrohten jüdischen Mitmenschen zuzuwenden. Als besonders hilfreich erwiesen sich die einfachen Menschen aus dem Arbeiter- und unteren Mittelstand, und zwar auch dann, wenn sie, wie Hedwig Porschütz, teilweise nicht dem bürgerlichen Lebens- und Verhaltenskodex entsprachen. [...] Über die Hilfsaktionen von Hedwig Porschütz für die Blindenwerkstatt Weidt und für das KZ Theresienstadt sprach Ilse Deutschkron.« Lesen Sie mehr in Rosemarie Baudisch/Wolfgang Ribbe, Gedenken auf Porzellan. Eine Stadt erinnert sich (Berliner Gedenktafeln), Berlin 2014, Nicolai Verlag Berlin, S. 261f. (Zitate ebenda).

Fotos: © Landesarchiv Berlin (Thomas Platow)

20. September 2012 — Gedenktafelenthüllung für Julius Beer und Ferdinand Meyer — Unter den Linden 13-15, 10117 Berlin

Julius Beer und Ferdinand Meyer gründeten 1865 den Verein für die Geschichte Berlins. »Der Verein für die Geschichte Berlins war und ist eine alle Schichten der Bevölkerung umfassende Gemeinschaft von Freunden der Geschichte Berlins. Er war und ist keine gelehrte Gesellschaft. Aber er hat seit seiner Gründung vor nahezu 150 Jahren nicht nur den Sinn für die Geschichte Berlins durch Vorträge und Besichtigungen zu wecken gesucht, sondern auch der Forschung dienen wollen. [...] Das 1874 von Stadtrat Friedel begründete Märkische Museum ist ein Kind des Vereins. [...]« Lesen Sie mehr in Rosemarie Baudisch/Wolfgang Ribbe, Gedenken auf Porzellan. Eine Stadt erinnert sich (Berliner Gedenktafeln), Berlin 2014, Nicolai Verlag Berlin, S. 538-545 (Zitate ebenda).

Fotos: © Landesarchiv Berlin (Thomas Platow)

15. August 2012 — Gedenktafel für Hildegard Knef enthüllt — Leberstraße 33, 10829 Berlin

»Hildegard Knef war wohl eine der vielseitigsten Künstlerinnen unserer Stadt. Sie war nicht nur mehrfach begabt, sondern auf allen diesen Gebieten auch äußerst erfolgreich: als Bühnen- und Filmschauspielerin, als Romanautorin, als Lyrikerin und Liedtexterin, als Sängerin und als Rezitatorin.« Ihre Mutter zog mit der einjährigen Hildegard nach Berlin, in die Sedanstraße (heutige Leberstraße), in das Haus, an dem sich nun die Gedenktafel zu ihren Ehren befindet. Lesen Sie mehr in Rosemarie Baudisch/Wolfgang Ribbe, Gedenken auf Porzellan. Eine Stadt erinnert sich (Berliner Gedenktafeln), Berlin 2014, Nicolai Verlag Berlin, S. 368-370 (Zitate ebenda).

Fotos: © Landesarchiv Berlin (Thomas Platow)

4. Juli 2012 — Gedenktafelenthüllung Düppel Center — Potsdamer Chaussee 87, 14129 Berlin

Das Düppel Center beherbergte von 1946 bis 1948 sogenannte »Displaced Persons«, jene Personen jüdischen Glaubens, die durch Nazidiktatur und Kriegsfolgen entwurzelt worden waren. Es handelte sich um ein Durchgangslager im amerikanischen Sektor, das mehr als 5.000 Plätze zur Verfügung stellte. »Auf diesen Ort und seine Bedeutung aufmerksam gemacht zu haben, ist das Verdienst von Gabriel Heim, dem ehemaligen Programmdirektor des Senders rbb, der die Geschichte für das Fernsehen dokumentiert hat.« Lesen Sie mehr in Rosemarie Baudisch/Wolfgang Ribbe, Gedenken auf Porzellan. Eine Stadt erinnert sich (Berliner Gedenktafeln), Berlin 2014, Nicolai Verlag Berlin, S. 158-159 (Zitate ebenda).

Fotos: © Landesarchiv Berlin (Thomas Platow)