Historische Kommission zu Berlin

4. November 2016 – Einen Plan haben... Karten als Quellen in der Geschichtswissenschaft

Am 4. November 2016 fand ein quellenseitiger Workshop statt – es wurden historische Karten als Quellengattung in den Vordergrund gestellt. Mit dem Titel "Einen Plan haben... Karten als Quellen in der Geschichtswissenschaft" boten wir gemeinsam mit dem Landesarchiv Berlin und dem Geheimen Staatsarchiv PK nicht nur einen Rundgang durch die Kartensammlung des Landesarchivs sowie durch verschiedene Kartentypen an, sondern auch einen methodisch-theoretischen Einführungsvortrag zum sogenannten spatial turn. 

Die Veranstaltung richtete sich in erster Linie an fortgeschrittene Studierende sowie Doktorand*innen der Geschichtswissenschaft, die sich für historische Karten als Quellen interessieren. Vorkenntnisse waren nicht notwendig.

Das Medium Karte als Produkt politischen und verwaltungs-bürokratischen Handelns wurde in historischer Perspektive vorgestellt – vor dem Hintergrund, dass die dargestellten Räume sozial geschaffen und mitnichten statisch waren bzw. sind.

Es war intendiert, den Teilnehmer*innen die „Macht der Karten“ (Abstraktion, Missbrauch, Manipulation) in Ansätzen zu vermitteln. Und nicht zuletzt konnten die Interessenten in Gruppen erproben, wie Karten gelesen werden, wo ihre Erkenntnispotentiale liegen, aber auch ihre Grenzen gezogen werden müssen. Auf diese Weise wurde jungen Historiker*innen ein interessanter Einstieg in die Welt der historischen Karten gegeben.

Das Programm finden Sie hier und einen Workshopbericht, verfasst von Günter Lipfert, können Sie hier einsehen.

Die Teilnehmerzahl war auf 35 Personen begrenzt.