Historische Kommission zu Berlin

Jugend forscht – das Nachwuchsprogramm HiKo_21

Im Sommer 2014 wurde von der Historischen Kommission zu Berlin das Nachwuchsprogramm HiKo_21 ins Leben gerufen, in dem sich junge Nachwuchswissenschaftler*innen, die zur berlin-brandenburg-preußischen Geschichte forschen, informell miteinander vernetzen können. Es steht eine zukunftsorientierte, überregional ausgerichtete, institutionenübergreifende und interdisziplinäre Nachwuchsförderung zur Verfügung. Das Programm dient dazu, Nachwuchskräfte mit ihren Ideen, Methoden und Forschungen zu unterstützen.

Jährlich werden Workshops zu aktuellen Forschungsfragen oder aber zu bestimmten Quellenbeständen angeboten. Auch ein Förderpreis ist Bestandteil des Programms. Ende Juli 2019 haben sich zwei Arbeitskreise gebildet, in denen sich die HiKo_21-Mitglieder epochenbezogen austauschen. Neben dem Arbeitskreis Vormoderne (Mittelalter bis 1789) besteht der Arbeitskreis Moderne (1789 bis zur Gegenwart). Die epochenspezifische Struktur gibt den HiKo_21-Mitgliedern die Möglichkeit, sich noch gezielter mit ihren individuellen Forschungsthemen einbringen zu können.

Damit wird jungen Forscher*innen ein Forum geboten, sich untereinander auszutauschen und darüber hinaus mit Expert*innen des Faches ins Gespräch zu kommen. So profitieren die angehenden Wissenschaftler*innen von der Erfahrung und Expertise der HiKo-Mitglieder.

Sie sind Doktorand oder Postdoc, forschen zu Berlin, Brandenburg oder Preußen und möchten sich mit Ihren Arbeiten am Netzwerk beteiligen? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen. Schreiben Sie uns, rufen Sie uns an oder nehmen Sie einfach an der einen oder anderen Veranstaltung teil. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Was läuft 2020?

24. April 2020 — der 8. Nachwuchsworkshop des Netzwerks HiKo_21 in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin wird aufgrund der Coronavirus-Epidemie verschoben

Gemeinsam mit dem Bereich Berlin-Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) hatte das Nachwuchsnetzwerk HiKo_21 den 8. Nachwuchsworkshop vorbereitet, der sich wieder einem methodischen Thema zuwenden wird. Doch aufgrund der Coronavirus-Epidemie musste dieser Workshop  auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Wir halten an einer Durchführung der Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt fest und freuen uns, Ihnen dann die Bestände der Berlin-Sammlungen, die mehr als 200.000 Bücher, 400 aktuelle und historische Zeitungen auf Mikrofilm, 15.000 Ansichtskarten und vieles mehr zum Thema Berlin umfassen, zu präsentieren. Im Workshop werden Einblicke in die Tätigkeiten der Abteilung gegeben – in die Digitalisierung von Beständen, in die Provenienzforschung und in die Recherchemöglichkeiten innerhalb de Bestandes. In kleinen Gruppen können die Teilnehmer*innen gegen Ende der Veranstaltung ihr erworbenes Wissen vertiefen.

Das eigentlich für den 24. April 2020 vorgesehene Programm, das zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden wird, finden Sie hier.

15. Mai 2020 — Bewerbungsfrist — HiKo_21 ‒ Nachwuchspreis 2020

Zum 3. Mal schreibt die Historische Kommission zu Berlin e.V. einen Preis für Nachwuchsforschungen auf dem Gebiet der Landesgeschichte von Berlin, Brandenburg und Preußen aus. Förderfähig sind laufende wissenschaftliche Projekte (Dissertationsvorhaben, Editionen, Archivaufenthalte, Ausstellungen, Tagungen, Workshops). Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und kann sowohl einer Einzelpersönlichkeit als auch einem Forscherteam zuerkannt werden. Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2020.

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie hier.

Was lief 2020 bereits?

29. Februar 2020 — Einsendeschluss — Call for Papers — Ein großer Wurf? 100 Jahre Groß-Berlin-Gesetz — 9. Nachwuchstagung des Netzwerks HiKo_21 — 29. und 30. Oktober 2020

Das 100-jährige Jubiläum des Groß-Berlin-Gesetzes von 1920, das die Grundlage für die Schaffung der modernen Metropole schuf, nimmt das Netzwerk HiKo_21 zum Anlass, auf einer wissenschaftlichen Tagung neue interdisziplinär ausgerichtete Fragen an die Quellen zu richten. Intendiert ist, die Bildung Groß-Berlins aus kultur- und sozialgeschichtlicher Perspektive neu zu betrachten. Die Entwicklung Berlins zur Weltstadt, der Relevanzgrad des Groß-Berlins-Gesetzes von 1920 und dessen Aktualität sollen dabei querschnittsartig anhand einer Auswahl miteinander verwobener Themenfelder untersucht werden. Ziel ist es, in vergleichender Perspektive die historischen Entscheidungsprozesse, Interessensphären und Wirkungsräume herauszuschälen, um unser Verständnis von Berlin als gewachsene (und wachsende) Metropole weiter zu schärfen.

Dazu führte die Vorbereitungsgruppe innerhalb des Netzwerks einen Call for Papers durch; der Einsendeschluss war der 29. Februar 2020.