Historische Kommission zu Berlin

Zuletzt erschienen – Klaus Neitmann/Winfried Schich † (Hrsg.)/Joachim Stephan (Bearb.), Städtebuch Historisches Ostbrandenburg

Klaus Neitmann/Winfried Schich † (Hrsg.)/Joachim Stephan (Bearb.),

Städtebuch Historisches Ostbrandenburg (Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Bd. 19/Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Neubearbeitung, Bd. 4), Berlin 2022, BWV. Berliner Wissenschafts-Verlag.

Open Access

Neu erschienen – Michael C. Bienert/Hermann Wentker (Hrsg.), Land zwischen den Zeiten

Michael C. Bienert/Hermann Wentker (Hrsg.),

Land zwischen den Zeiten. Brandenburg in der SBZ und frühen DDR (1945–1952) (Brandenburgische Geschichte in Einzeldarstellungen, Bd. 7 | Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Bd. 18), Berlin 2022, BWV. Berliner Wissenschafts-Verlag.

Open Access

8 I HiKoPod I Land zwischen den Zeiten. Brandenburg in der SBZ und frühen DDR (1945–1952) – Eine Buchpräsentation mit Michael C. Bienert und Hermann Wentker

Michael C. Bienert und Hermann Wentker gaben für die Historische Kommission zu Berlin in der Reihe ‚Brandenburgische Geschichte in Einzeldarstellungen‘ den Band ‚Land zwischen den Zeiten‘ heraus, der die unmittelbare Nachkriegszeit und den Übergang des Landes Brandenburg in die DDR (bis zur Neubildung der Bezirke) beleuchtet. Gemeinsam mit namhaften Autoren beleuchten sie politische, verwaltungsbezogene, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Themenfelder und schildern den schwierigen Neuanfang nach dem Kriegsende. Die sozialistisch-kommunistische Zentralisierung und Politisierung weiter Gesellschaftsbereiche in den ersten Jahren nach 1945 stehen ebenso im Vordergrund wie der (West)berlin-brandenburgische Verflechtungsraum, der sich für Brandenburg auf besondere Weise auswirkte.

 

Beide Herausgeber präsentieren diesen facettenreichen sowie interessant geschriebenen Band und erläutern die Konzeption des Werkes. Die unmittelbaren Kriegszerstörungen, die Flüchtlingsströme, die Mangelzustände und die Gewaltexzesse werden von ihnen eindrücklich geschildert. Ferner geben sie Einblicke in den Wiederaufbau der Verwaltung durch die Rote Armee sowie die SMAD, in die personellen Konstellationen und die politischen Säuberungswellen sowie die Repressionen ab 1948. Nicht zuletzt ziehen sie Vergleiche zu benachbarten Ländern. Hören Sie rein – 8 I HiKoPod I Land zwischen den Zeiten. Brandenburg in der SBZ und frühen DDR (1945–1952) – Eine Buchpräsentation mit Michael C. Bienert und Hermann Wentker.

8. August 2022 – Bewerbungsfrist – Call for Papers – Berlins Weg in die Moderne

Gemeinsam mit der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) veranstaltet das Netzwerk HiKo_21 am 28. und 29. September 2023 eine wissenschaftliche Tagung mit dem Titel 'Berlins Weg in die Moderne. Eine Stadt am Schnittpunkt kolonialer Warenströme und Sehnsüchte (1763–1918)'. Ziel der Tagung ist es, die materiellen und immateriellen Verflechtungen Berlins mit den kolonialen Räumen seit der frühmodernen Globalisierung zu untersuchen. Über Brüche und Kontinuitäten vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein waren die Modernisierungen Berlins mit dem europäischen Kolonialismus und Imperialismus verknüpft. Mit einem epochenübergreifend globalhistorischen Zugang sollen die Prozesse, Akteure und Netzwerke, die Berlin mit den westeuropäischen Kolonialmächten verband, lange bevor das Deutsche Reich selbst Kolonialbesitz erwarb, beleuchtet werden. Mit den (materiellen) Warenströmen wurde auch das Wissen um fremde Weltbilder und Traditionen importiert, das die Imaginationen und Konnotationen bezüglich außereuropäischer Räume maßgeblich beeinflusste. Die daraus geformten Vorstellungswelten wiederum wurden nicht nur in der Kunst aufgenommen, sondern sie belebten auch die Produktion und den Konsum von Kolonialwaren und dienten der Rechtfertigung von Kolonialherrschaft und imperialen Bestrebungen.

Den ausführlichen CfP finden Sie hier.

19. August 2022 – 8. Nachwuchsworkshop des Netzwerks HiKo_21 in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin – Nachholveranstaltung vom April 2020

Gemeinsam mit dem Bereich Berlin-Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) holt das Nachwuchsnetzwerk HiKo_21 den 8. Nachwuchsworkshop nach, der aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste. Am 19. August 2022 werden die Bestände der Berlin-Sammlungen, die mehr als 200.000 Bücher, 400 aktuelle und historische Zeitungen auf Mikrofilm, 15.000 Ansichtskarten und vieles mehr zum Thema Berlin umfassen, präsentiert. Sie erhalten Einblicke in die Tätigkeiten der Abteilung – in die Digitalisierung von Beständen, in die Provenienzforschung und in die Recherchemöglichkeiten innerhalb der Sammlung. In kleinen Gruppen können die Teilnehmer*innen gegen Ende der Veranstaltung ihr erworbenes Wissen vertiefen.

Das aktualisierte Programm finden Sie hier.

23. September 2022 – Jahrestreffen des Netzwerks HiKo_21

Das regelmäßige Jahrestreffen des Netzwerks zum Austausch über Erreichtes und Vergangenes sowie über die zukünftigen Planungen wird 2022 am 23. September um 14 Uhr im Konferenzraum 1 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften stattfinden.

28. Oktober 2022 – Vorstandssitzung

Die Herbstsitzung des Vorstands der Historischen Kommission findet am 28. Oktober 2022 um 14 Uhr im Vortragssaal des Mittelhofs in Berlin-Nikolassee statt.

17. & 18. November 2022 – Nachwuchsforum zur Preußischen Geschichte

Das HiKo_21 – Nachwuchsforum ist eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Preußischen Geschichte. Es dient der Präsentation und dem Austausch über Projekte unabhängig von Epoche und methodischem Zugriff. Zugleich bietet es einen Raum, um Anregungen für laufende Vorhaben zu sammeln, Forschungs-Netzwerke aufzubauen und die Sichtbarkeit der Disziplin 'Preußische Geschichte' nach außen zu erhöhen. Als offene, niederschwellige Veranstaltung soll es junge Forscherinnen und Forscher untereinander sowie mit Expertinnen und Experten der Preußenforschung vernetzen. Gegenwärtig erarbeitet die Vorbereitungsgruppe das Programm. Sobald es finalisiert ist, finden Sie es auf unserer Website.

23. November 2022, 17 Uhr – Verleihung der HiKo_21 – Nachwuchspreise 2022 an Philipp Dinkelaker M.A. und Jan Markert M.A. – Einstein-Saal der BBAW – zugleich Vorstellung des Projekts ‚Edition der Gestapo-Lageberichte für die Reichshauptstadt Berlin'

Erstmalig wird aufgrund der hohen Qualität der beiden Bewerbungen der HiKo_21 – Nachwuchspreis gedoppelt. Unsere diesjährigen Preisträger sind: Philipp Dinkelaker M.A. und Jan Markert M.A.

Philipp Dinkelaker untersucht in seinem innovativen Dissertationsprojekt den Antisemitismus in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Dabei richtet er seinen Blick auf beide deutschen Staaten. Sein Untersuchungsgegenstand ist die erzwungene Kollaboration von Jüdinnen und Juden durch die Gestapo und deren erpresste Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst zum Schaden der jüdischen Mitbürger*innen. Indem Herr Dinkelaker über die Systemgrenze hinweg die innerjüdischen Aufarbeitungsprozesse zu diesen Zwangstaten mit der nichtjüdischen NS-Aufarbeitung durch die deutsche Gesellschaft miteinander verbindet, gelingt ihm ein interessanter sowie plausibler Zugang zur Erforschung des Antisemitismus nach 1945. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur gegenwärtigen Antisemitismusdebatte.

Unser Preisträger Jan Markert schreibt eine politische Biografie zum preußischen König (und späteren deutschen Kaiser) Wilhelm I. Sein Dissertationsprojekt lautet Wer Deutschland regieren will, muß es sich erobern. Die politische Biographie Wilhelms I. und sein Einfluss auf die Transformation der Hohenzollernmonarchie 1840–1866. Seine Forschungen beruhen auf einer beeindruckend großen Quellenbasis, bestehend aus mehreren tausend Briefen sowie aus Tagebüchern und Nachlässen. Insbesondere der Fokus auf bisher noch ungenutzte archivalische Quellen wurde von der Kommission als herausragend gewertet. Mit seinen Arbeiten trägt Herr Markert zum gegenwärtigen Monarchiediskurs in der Preußenforschung wesentlich bei und er bereichert die Historiografie zur Preußischen Geschichte im 19. Jahrhundert auf überzeugende Weise.

Die Preisverleihungen finden zusammen mit einer Präsentation des Drittmittelprojekts ‚Edition der Gestapo-Lageberichte für die Reichshauptstadt Berlin‘, das am 1. Oktober 2022 startet und von der Fritz Thyssen Stiftung für zwei Jahre finanziell gefördert wird, statt.

Sobald das Programm für die Veranstaltung finalisiert ist, finden Sie es auf dieser Seite.

31. März 2023 – 64. Jahresmitgliederversammlung

Die 64. Jahresmitgliederversammlung der Historischen Kommission zu Berlin e.V. findet am 31. März 2023 um 14 Uhr (s.t.) im Vortragssaal der Historischen Kommission im Mittelhof statt.