Historische Kommission zu Berlin

Jugend forscht – das Nachwuchsnetzwerk HiKo_21

Im Sommer 2014 wurde von der Historischen Kommission zu Berlin das Nachwuchsnetzwerk HiKo_21 ins Leben gerufen, in dem sich junge Nachwuchswissenschaftler*innen, die zur berlin-brandenburg-preußischen Geschichte forschen, informell miteinander vernetzen können. Es steht eine zukunftsorientierte, überregional ausgerichtete, institutionenübergreifende und interdisziplinäre Nachwuchsförderung zur Verfügung. Das Netzwerk dient dazu, Nachwuchskräfte mit ihren Ideen, Methoden und Forschungen zu unterstützen.

Jährlich werden Workshops zu aktuellen Forschungsfragen oder aber zu bestimmten Quellenbeständen angeboten. Auch ein Förderpreis ist Bestandteil des Programms.

In zwei Arbeitskreisen – dem Arbeitskreis Vormoderne (Mittelalter bis 1789) sowie dem Arbeitskreis Moderne (1789 bis zur Gegenwart) – können sich die HiKo_21-Mitglieder gezielt mit ihren individuellen Forschungsthemen epochebezogen einbringen. So wird jungen Forscher*innen ein Forum geboten, sich untereinander zu vernetzen und mit Expert*innen des Faches ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise profitieren die jungen Wissenschaftler*innen von der Erfahrung und Expertise der HiKo-Mitglieder.

Sie sind Doktorand oder Postdoc, forschen zu Berlin, Brandenburg oder Preußen und möchten sich mit Ihren Arbeiten am Netzwerk beteiligen? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen. Schreiben Sie uns, rufen Sie uns an oder nehmen Sie einfach an der einen oder anderen Veranstaltung teil. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit!

Was läuft 2021?

30. November 2021 – Einsendeschluss – Call for Papers – Gedenken an die Revolution 1848/49 und am Friedhof der Märzgefallenen nach 1945 – 9. & 10. Juni 2022

In Vorbereitung auf das 175-jährige Jubiläum der 1848er-Revolution 2023 sollen in der Tagung die revolutionären Vorgänge in Berlin, insbesondere mit Blick auf deren Rezeptionsgeschichte im Vordergrund stehen, wobei vor allem auch auf den Friedhof der Märzgefallenen fokussiert werden wird.

Den vollständigen Call for Papers finden Sie hier.

Einsendeschluss ist der 30. November 2021.

31. Dezember 2021 – Einsendeschluss – Call for Papers – Nachwuchsforum zur Preußischen Geschichte – 17. & 18. November 2022

Das HiKo_21 – Nachwuchsforum ist eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Preußischen Geschichte. Es dient der Präsentation und dem Austausch über Projekte unabhängig von Epoche und methodischem Zugriff. Zugleich bietet es einen Raum, um Anregungen für laufende Vorhaben zu sammeln, Forschungs-Netzwerke aufzubauen und die Sichtbarkeit der Disziplin ›Preußische Geschichte‹ nach außen zu erhöhen. Als offene, niederschwellige Veranstaltung soll es junge Forscherinnen und Forscher untereinander sowie mit Expertinnen und Experten der Preußenforschung vernetzen.

Den vollständigen Call for Papers finden Sie hier.

Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2021.

Was lief 2021?

15. Mai 2021 — Bewerbungsfrist — HiKo_21 ‒ Nachwuchspreis 2021

Zum vierten Mal schrieb die Historische Kommission zu Berlin e.V. einen Preis zur Förderung von Nachwuchsforschungen auf dem Gebiet der Landesgeschichte von Berlin, Brandenburg und Preußen aus. Förderfähig sind laufende wissenschaftliche Projekte (Dissertationsvorhaben, Editionen, Archivaufenthalte, Ausstellungen, Tagungen, Workshops). Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und kann sowohl einer Einzelpersönlichkeit als auch einem Forscherteam zuerkannt werden. Bewerbungsfrist war der 15. Mai 2021.

Den vollständigen Ausschreibungstext finden Sie hier.

13. August 2021 — Arbeitstreffen des Netzwerks HiKo_21 zur Vorbereitung des Jahrestreffens im September 2021

Mitglieder des Nachwuchsnetzwerks HiKo_21 trafen sich am 13. August 2021 im Mittelhof, um über ihre Aktivitäten und zukünftigen Vorhaben zu beraten, aber auch, um sich über die zukünftige Weiterentwicklung des Netzwerks auszutauschen.

17. September 2021 — Jahrestreffen des Nachwuchsnetzwerks HiKo_21

Die Mitglieder des Nachwuchsnetzwerks HiKo_21 kamen am 17. September 2021 in der BBAW zu ihrem alljährlichen Jahrestreffen zusammen. In der Sitzung wurden unter anderem die anstehenden Projekte, Initiativen sowie Ideen für zukünftige Veranstaltungen (insbesondere für die Jahre 2023 und 2024) besprochen.

11. November 2021, 19.30 Uhr – Verleihung des HiKo_21 - Nachwuchspreises 2021 an Lukas Goldmann M.A.

›Inselsiedlungen im westslawischen Raum – Verteilung, Funktion, Methoden der Erforschung‹ lautet der Titel des Dissertationsvorhabens von Lukas Goldmann M.A. Der Preisträger untersucht in seinem Projekt sechs westslawische Inselsiedlungen im Land Brandenburg mit den Methoden der Unterwasserarchäologie und wird sie mit westslawischen Inselsiedlungen in Nordostdeutschland überregional vergleichen. Mit der von Herrn Goldmann betriebenen Unterwasserarchäologie wird Pionierarbeit geleistet, die hochgradig innovativ ist. Sie verspricht zudem neue archäologische Befunde und Funde für die schriftquellenarme Zeit des 10. bis zum 12. Jahrhundert, sodass der Preisträger wichtige Arbeiten (die zudem sehr aufwendig sind) leistet, um die hochmittelalterlichen Kenntnisse in dieser deutsch-slawischen Kontaktzone (der Germania Slavica) zu erweitern. Die Relevanz sowie der Beitrag von Herrn Goldmann für die mittelalterliche Forschung zur brandenburgischen Landesgeschichte werden als sehr hoch eingeschätzt.

Die Preisverleihung fand am 11. November 2021 um 19.30 Uhr im Rahmen der Tagung ›Transformationsprozesse in der Mark Brandenburg im interregionalen Vergleich‹ im Einstein-Saal der BBAW (Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin) statt. Die Einladung finden Sie hier.

11. & 12. November 2021 — Transformationsprozesse in der Mark Brandenburg im interregionalen Vergleich (15. und 16. Jahrhundert) — 10. wissenschaftliche Tagung des Netzwerks HiKo_21 — Einstein-Saal der BBAW

Unter dem Titel ›Transformationsprozesse in der Mark Brandenburg im interregionalen Vergleich (15. und 16. Jahrhundert)‹ veranstaltete das Netzwerks HiKo_21 seine 10. wissenschaftliche Tagung. In dieser Veranstaltung wurde die Mark Brandenburg in der Übergangsphase vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit, in der mehrere, miteinander verwobene Transformationsprozesse abliefen, vergleichend mit anderen Territorien des Heiligen Römischen Reiches betrachtet. Vier große Transformationsprozesse standen im Vordergrund: der sich wandelnde Adel, die Neuerungen im Militärwesen, die Durchdringung von Regierung und Verwaltung mit Gelehrten sowie die Reformation. Gefragt wurde nach den handelnden Akteuren, die das Ob und Wie des Wandels verantworteten. Die Konzeption der Veranstaltung lag in den Händen von Ellen Franke M.A., Dr. Uwe Tresp und Prof. Dr. Grischa Vercamer. Das Programm finden Sie hier.