1. Januar 2026 – Zum Tod von Dr. Felix Escher 1945 bis 2026
Plötzlich und unerwartet verstarb am 1. Januar 2026 unser langjähriges Mitglied Dr. Felix Escher. Mit ihm verlieren wir einen ausgewiesenen Kenner der Berliner Stadtgeschichte sowie der brandenburgischen Landesgeschichte, der themen- und epochenübergreifend forschte.
Am 8. März 1945 in Berlin geboren, war Felix Escher nicht nur ein sehr aktives sowie produktives Mitglied unserer Kommission, sondern auch langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der HiKo (1986 bis 1996). Während seiner Dienstzeit in der HiKo betreute er als zuständiger Redakteur unser Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands. Zuletzt ist von ihm in der Reihe ‚Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin‘ 2024 der Band ‚Hauptstadt und Staat. Die Finanzierung des Ausbaus der städtischen Infrastruktur von Berlin 1871−1945‘ erschienen.
Seit seinem Studium am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin hatte sich Felix Escher der berlin-brandenburgischen Landesgeschichte verschrieben. Seine zahlreichen Publikationen zeugen von einem aktiven sowie erfüllten Leben als Wissenschaftler und Landeshistoriker.
Als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Historische Landeskunde der FU Berlin von 1974 bis 1979 angestellt, als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der HiKo tätig sowie seit 1999 an der Technischen Universität als Lehrbeauftragter und ab dem Wintersemester 2006/07 als außerplanmäßiger Professor engagiert, betrieb Felix Escher seine thematisch vielfältigen landeshistorischen Forschungen mehr als 50 Jahre mit großem Erfolg. In den 1970er-Jahren wirkte er am Historischen Handatlas von Brandenburg und Berlin mit, war in der interdisziplinären Arbeitsgruppe Germania Slavica aktiv und wurde von Heinz Quirin mit einer Arbeit zu ‚Berlin und sein Umland‘ promoviert. Die Dissertation erschien – selbstverständlich – in einer Reihe der Historischen Kommission zu Berlin. Seine bis zuletzt enge Verbundenheit mit der Kommission drückte sich auch in seiner Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft ‚historische Mitte‘ aus, in der er mit seinen profunden Kenntnissen die Diskussionen und Planungen bereicherte. Wir werden ihn als hervorragenden Experten für die Geschichte von Berlin sowie als offenen und zugewandten Menschen vermissen. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet.
Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Wir wünschen ihnen viel Kraft, um diesen schmerzlichen und so plötzlichen Verlust zu verarbeiten. Ihnen gilt unser tief empfundenes Beileid.
Wir werden Felix Escher ein ehrendes Andenken bewahren und sein wissenschaftliches Œuvre wird für die berlin-brandenburgische Landesgeschichte auch zukünftig unverzichtbar sein.