Historische Kommission zu Berlin Historische Kommission zu Berlin e.V.

Das Berliner Gedenktafel-Programm

Seit mehr als zwanzig Jahren wird von der Historischen Kommission zu Berlin e.V. das Berliner Gedenktafel-Programm betreut. Es handelt sich hierbei um das Gedenktafel-Programm des Landes Berlin mit den weißen Porzellan-Tafeln, die von der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin hergestellt werden. Es ist eingebunden in das Förderprogramm Historische Stadtmarkierungen des Senats.

Sie möchten eine Gedenktafel vorschlagen?

Dann nutzen Sie bitte eines der folgenden Formulare zur Übermittlung der wichtigsten Informationen: Gedenktafel für eine Person bzw. Gedenktafel für eine Institution/ein Ereignis. Senden Sie das ausgefüllte Formular an die Historische Kommission zu Berlin e.V. (Jägerstraße 22/23 (BBAW), 10117 Berlin oder per E-Mail an: info[-at-]hiko-berlin.de).

Bitte überprüfen Sie zuvor, ob an das vorgeschlagene Ereignis / die vorgeschlagene Persönlichkeit in Berlin bereits erinnert wird, da mehrfache Markierungen vermieden werden sollen. Konsultieren Sie dazu bitte die Seite Stolpersteine; für Gedenktafeln nutzen Sie bitte die Website http://www.gedenktafeln-in-berlin.de/.  An Persönlichkeiten wird in der Regel frühestens fünf Jahre nach ihrem Tod erinnert.

Der Historische Beirat des Regierenden Bürgermeisters wird anschließend Ihren Antrag prüfen und bei positivem Votum der Beiratsmitglieder der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Abteilung Kultur die Realisierung der Tafel empfehlen. Die Entscheidung, ob eine Gedenktafel realisiert wird oder nicht, obliegt der Kulturverwaltung.

Wenn die Kulturverwaltung über die Anbringung einer Berliner Gedenktafel positiv entschieden hat, dann werden von uns die notwendigen Genehmigungen (Eigentümer, ggf. Denkmalamt etc.) eingeholt und es wird die fachgerechte Anbringung der Tafel gewährleistet. Die Gestaltung des Tafeltexts ist standardisiert und muss den vorgegebenen Richtlinien entsprechen. Der Inhalt des Tafeltexts, der Enthüllungstermin sowie die Auswahl des Laudators werden mit dem Vorstand der Historischen Kommission sowie weiteren Experten abgestimmt.

Weitere Informationen sowie einen historischen Kurzabriss finden Sie hier.

Aktuelles

27. März 2017 — Gedenktafel-Enthüllung zu Ehren von August Wilhelm Iffland — 17 Uhr, Charlottenstraße 33/33a, 10117 Berlin

In einem Vorgängerbau des heutigen KfW-Gebäudes in der Charlottenstraße 33/33a lebte von 1796 bis 1800 August Wilhelm Iffland (1759-1814), der damalige Direktor des Nationaltheaters auf dem Gendarmenmarkt. Iffland gehörte zu den herausragenden Theaterleuten seiner Zeit; er prägte das Theatergeschehen um 1800 wie kein anderer. 1759 in Hannover geboren, ging er 1777 gegen den elterlichen Willen an das Hoftheater in Gotha und sammelte dort erste Bühnenerfahrung. Nach mehrmaligen Theaterwechseln (1779 Mannheim, 1786 Saarbrücken) folgte er 1796 einer Einladung Goethes nach Weimar, der ihn als bedeutendsten Schauspieler seiner Zeit mit den sogenannten Satyr-Knöpfen ehrte. Gleichwohl gelang es dem preußischen König, Friedrich Wilhelm II. im November 1796, den begehrten Schauspieler und Dramatiker als Direktor an das Berliner Nationaltheater zu holen. Damit begann für die Berliner Theaterwelt eine neue Ära. Iffland inszenierte moderne Stücke, die gesellschaftliche Relevanz besaßen und von einem breiten Publikum nachgefragt wurden. Zudem war er fest eingebunden in die regionalen und überregionalen Künstler- und Theaternetzwerke seiner Zeit. Seine künstlerischen Leistungen für Berlin und Preußen um 1800 können nicht hoch genug bewertet werden.

Das Programm finden Sie hier.